Reaktivierung des ursprünglichen Werks Krampe setzt auf zusätzliche Produktionsflächen
In den 1980er-Jahren begann August Krampe im Coesfelder Ortsteil Lette in der Region Münsterland in Deutschland mit der Produktion der ersten Wannenkipper. Bereits 1993 lief dort der 1.000. Anhänger vom Band. Bis 2009 wurde in Lette gefertigt, bevor das Unternehmen in die ehemalige Militärkaserne im benachbarten Coesfelder Ortsteil Flamschen umzog.
Heute verlassen über 1.200 Fahrzeuge pro Jahr die neuen Fertigungshallen. Mit dem Radium-Häckseltransportwagen und dem neuen Dreiseitenkipper FlexBody als Zuwachs im Produktportfolio ist mit einem deutlichen Produktionsanstieg zu rechnen. Um dem steigenden Platzbedarf gerecht zu werden, erweitert Krampe die Kapazitäten – und so erwacht nun der ursprüngliche Produktionsstandort wieder zu neuem Leben.
Der Standort liegt nur rund fünf Kilometer vom Hauptwerk entfernt. Die Hallen, jeweils rund 900 m² groß und mit Deckenkränen, massivem Industrieboden, breiten Toren und großzügigem Außenbereich ausgestattet, eignen sich optimal zur Erweiterung der Produktion. Die Reaktivierung schafft zusätzliche Kapazitäten und verbindet die historischen Wurzeln des Unternehmens mit modernem Wachstum.
Ende 2025 startete in den Hallen in Lette die Endmontage der FlexBody-Dreiseitenkipper sowie bestimmter Carrier-Modelle. Durch die Verlagerung dieser Arbeiten wird die Hauptproduktion in Flamschen spürbar entlastet.
Investition in moderne Fertigung
Parallel zur Reaktivierung des früheren Werks investiert Krampe am Hauptstandort in Flamschen in einen 7.600 m² großen Neubau. Im nördlichen Bereich des Werksgeländes entsteht eine neue Fertigungslinie, in der künftig die Fahrzeugtypen FlexBody und Radium vom Band laufen. Neben einem modernen Blechzentrum werden dort zusätzliche Schweißroboter sowie ein Laserschweißzentrum installiert. Krampe setzt damit konsequent auf eine hohe Fertigungstiefe und einen hohen Automatisierungsgrad – zentrale Bausteine der Unternehmensstrategie.
Mit den reaktivierten Hallen in Lette und dem Neubau in Flamschen wächst die überdachte Produktionsfläche insgesamt um rund 25 Prozent. Zusätzlich zur baulichen Erweiterung verstärkt Krampe Vertrieb und Service personell und bereitet so ein nachhaltiges Wachstum vor.
Mit diesen Investitionen schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen im Markt zu begegnen und gleichzeitig die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Erweiterungen sichern zudem qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.