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Produktion in neuen Krampe-Hallen gestartet Moderne Fertigungstechnik nimmt Betrieb auf

Mit der Fertigstellung der neuen, in Summe 7.600 m² großen Produktionshallen hat Krampe einen weiteren wichtigen Schritt in der Erweiterung des Produktionsstandorts Coesfeld erreicht. Nach rund 16 Monaten Bauzeit wurden die Arbeiten Ende Mai planmäßig abgeschlossen. Seitdem laufen die Inbetriebnahme der Maschinen und Anlagen sowie der schrittweise Produktionsanlauf. In den kommenden Wochen werden hier die Serienfertigung der neuen Fahrzeugbaureihen FlexBody Dreiseitenkipper, Radium Häckseltransportwagen und die Komponentenproduktion für die bekannten Serienfahrzeuge anlaufen.

„Die Inbetriebnahme der neuen Halle ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Besonders freut mich, dass wir den ambitionierten Zeitplan einhalten konnten und nun die Produktion von FlexBody und Radium hochfahren können“, so Geschäftsführer Robin Krampe.

 

Bereits jetzt produziert die neue Tafellaseranlage TruLaser Center 7030 die ersten Bauteile für die Fertigung. Die vollautomatische Anlage übernimmt das Laserschneiden von Blechteilen und ermöglicht eine weitgehend mannlose Produktion. Ergänzt wird sie durch das automatische STOPA-Lagersystem mit 450 zusätzlichen Lagerplätzen. Das Hochregallager bevorratet Rohbleche im Großformat sowie Zuschnittartikel und versorgt die angeschlossenen Maschinen bedarfsgerecht mit Material. Dazu gehört auch die bestehende BendCell 5000, eine automatisierte Roboter-Abkantzelle zur präzisen Weiterverarbeitung gelaserter Blechteile.

 

Parallel dazu werden weitere Fertigungseinrichtungen schrittweise in Betrieb genommen. Eine neue Laserschweißanlage absolviert derzeit ihre ersten Schweißversuche zur Schweißparameterermittlung und ermöglicht das hochpräzise Verbinden von Bauteilen mit hohen Schweißgeschwindigkeiten von ca. 3,8 m/min. Zudem wurde ein bestehender Komponenten-Schweißroboter in die neue Halle umgesetzt und fertigt dort bereits Schweißbaugruppen für die Serienproduktion.

 

Für die Vorfertigung von Komponenten der neuen Fahrzeugbaureihen FlexBody und Radium kommt eine weitere Roboterschweißanlage zum Einsatz. Hier werden bereits die ersten Radium-Querträger für die Bodengruppen in Serie gefertigt. Ein weiterer wichtiger Schritt folgt in Kürze: Dann geht eine rund 30 Meter lange Roboter-Shuttle-Schweißanlage in Betrieb und produziert Kippbrücken sowie Fahrgestelle für die neuen FlexBody-Dreiseitenkipper.

 

Auch im Bereich der Oberflächenbearbeitung wächst die Infrastruktur weiter. Neben einer Drahtgurtstrahlanlage für größere Bauteile wurde eine Trommelstrahlanlage installiert, die kleinere Komponenten für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Die bestehende Durchlaufstrahlanlage wird mit einer eigenentwickelten Roboterautomatisierung aufgewertet, sodass monotone und körperlich belastende Tätigkeiten bei den Mitarbeitern minimiert werden.

„Die neuen Hallen vereinen modernste Laser-, Schweiß- und Lagertechnik mit unserer hohen Fertigungstiefe. Dadurch schaffen wir die Voraussetzungen, auch künftig flexibel, effizient und in der gewohnt hohen Krampe-Qualität zu produzieren“, erklärt Robin Krampe.

Zum Produktionsstart arbeitet Krampe mit einem Team aus erfahrenen Bestandsmitarbeitern und neu eingestellten Kollegen. Das Team in den neuen Hallen wird in den kommenden Monaten schrittweise erweitert und an das steigende Produktionsvolumen angepasst.

 

Mit dem Neubau setzt das Unternehmen auch bei Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen neue Maßstäbe. Auf den Dächern der neuen Produktionshallen wird eine Photovoltaikanlage installiert, die den Eigenstrombedarf deckt. Dadurch steigt die insgesamt am Standort installierte Photovoltaikleistung auf 1,6 Megawatt. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze nach modernsten Standards: Eine Hallenluftreinigungsanlage sorgt für eine 100-prozentige Frischluftzufuhr, die im Winter mithilfe von Fernwärme aus einer benachbarten Biogasanlage effizient erwärmt wird. Im Sommer wird der gesamte Gebäudekomplex klimatisiert – ebenfalls auf Basis erneuerbarer Energien mit einer innovativen Absorptionskälteanlage.

Schalldämmende Deckenelemente schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre, während großzügige Lichtbänder die Hallen mit Tageslicht versorgen. Eine architektonisch ansprechende Leimbinder-Konstruktion rundet das moderne und nachhaltige Gesamtkonzept der neuen Produktionshallen ab.

 

Mit den neuen Fertigungskapazitäten schafft Krampe die Voraussetzungen für die Serienproduktion von FlexBody und Radium und setzt gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Coesfeld. „Hinter diesem Projekt steckt eine enorme Teamleistung. Innerhalb kurzer Zeit ist hier eine hochmoderne Fertigung entstanden, die nicht nur Platz für neue Produkte schafft, sondern auch Perspektiven für neue Kolleginnen und Kollegen am Standort Coesfeld bietet“, betont Robin Krampe.

 

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