Neu bei Krampe: Rollbandwagen "Bandit"
Abschiebewagen haben sich schon seit vielen Jahren fest etabliert, z.B. wenn in niedrigen Hallen entladen werden soll. Weitere Vorteile sind die Verminderung der Umkippgefahr beim Entladen auf unbefestigtem Untergrund bzw. in Hanglagen.
Innovativ einfach
Die westfälischen Fahrzeugbauer beschreiten nun im Bereich der Transportanhänger mit dem Rollbandwagen „Bandit“, einen völlig neuen Weg: Anstelle des Schiebeschildes in der Stirnwand setzt man auf einen Rollboden, der aus einer äußerst reißfesten, gummierten Gewebematte besteht. Diese ungewöhnliche aber innovative Konstruktion funktioniert nach dem Rolladenprinzip. Der Boden des Bandit wird komplett vom Rollband bedeckt. Zum Be- und Entladen wird der Boden mittels zweier unter der Stirnwand befindlicher Hydraulikmotoren auf- oder abgewickelt. Das gesamte Ladegut wird dabei zuverlässig in die „Bandit“ - Wanne gezogen oder herausbefördert. Spezielle Abstreifer sorgen dafür, dass die Gummimatte gereinigt wird und gesäubert aufgewickelt werden kann. Die aufwändige Schiebeschildkonstruktion kann für diesen Anhängertyp entfallen.
So verfügt der Bandit über ein wesentlich geringeres Eigengewicht, da auch auf eine Kipphydraulik verzichtet werden kann. Immerhin werden dadurch gut 1,7 t Gewicht gespart, die der Nutzlast zu Gute kommt. Auch der Ölbedarf ist gegenüber einem Abschiebewagen wesentlich geringer, da nur zwei Hydraulikmotoren gespeist werden müssen. Ein Volumenstrom von nur 60 bis 100 l/ min bei max. 170 bar ist völlig ausreichend, die Zugmaschine muss über keine große entnehmbare Ölmenge verfügen.
Dosiert be- und entladen
Das Ladegut kann durch eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung des Bandvortriebes exakt dosiert abgeladen werden. Beim Aufrollen des Ladebodens zur Stirnwand kann dieser zum Beladen benutzt werden. Der Laderfahrer muss nicht um das Fahrzeug herum fahren, sondern kann, z.B. schwere Stückgutpaletten bequem von hinten einladen. Die serienmäßige Funk- Fernbedienung leistet dabei gute Dienste.
Niedrige Hallen kein Problem
Mit dem Bandit ist auch das Be- und Entladen in Hallen mit niedriger lichter Höhe kein Problem. Denn im Gegensatz zu den Abschiebewagen hat der Bandit keine verlängerte Volumenheckklappe. Diese Volumenheckklappe gehört bei allen Abschiebewagen zum Stand der Technik, bedarf aber eines höheren Freiraums über dem Fahrzeug.
Vielfältig einsetzbar
Der Bandit ist für den Transport von schweren Gütern wie Hackschnitzel, Sand, Gruß, Kompost oder Mutterboden geeignet. Selbst klebrige Güter wie Klärschlamm oder Kalk werden dank der abgerundeten Bordwände und des Rollbandes restlos entleert.
Der Bandit Rollbodenwagen ist ab sofort als Bandit 650 bzw. 750 (zul. GG 22 bzw. 24 t) und als Bandit 980 (zul. GG 34 t) mit einer Nutzlast von 15 bzw. 25 t lieferbar. Der Bandit 650 und 750 verfügt über ein Tandem-Achsaggregat, der Bandit 980 über ein Tridem-Aggregat. Die Fahrwerke können auf Wunsch mit verschiedenen Federungen (Parabel, Luft- oder Hydraulikfederung) ausgestattet werden. Nachlauf- oder zwangsgelenkte Achsen runden das Programm ab.